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Fahrrad des Monats (IV): Zappa plays bicycle

Der noch junge Frank Zappa, äußerlich adrett im Stil der Zeit, zeigt 1963 in The Steve Allen Show, was in ihm steckt.

Fahrrad des Monats (III): Johannes’ Porteur

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Mein Fahrrad des Monats ist mein Porteur. Porteurs sind die klassischen französischen Alltags- und Transporträder, sie zeichnen sich vor allem durch den mehr oder weniger großen Vorderradgepäckträger aus, der im Gegensatz zum eher deutschen Hinterradträger deutlich weniger Einfluss auf die Fahreigenschaften nimmt.

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Mein Porteur kommt auch aus Frankreich: ich habe den Rahmen vor zwei Jahren in einem Rahmenbaukurs bei Edelbikes in Grenoble selbst gebaut. Damit ist es nicht nur mein erstes selbstgebautes Rad, sondern zugleich eine Art Gesellenstück und Prototyp. Denn inzwischen habe ich mich als Rahmenbauer selbständig gemacht und baue am liebsten Randonneuses – die französischen Tourenräder –, aber alles von Porteurs bis zu Rennrädern. Immer nach Maß und aus Stahl und in Auftragslötung.

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Jede Fahrt mit ihm macht riesig Spaß, ob mit oder ohne Gepäck. So soll’s sein! Lenkerschaltung, inverse Bremshebel, das eine oder andere Provisorium – eben ein Alltags- und Bastelrad.

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Gekleidet ist der gute in Pulverlack im Farbton Perlenzian (RAL 5025). Ungeputzt mitten aus dem Leben.
Alle Kontaktdaten auf meiner (noch provisorischen) Website: cycles-steil.com

Fahrrad des Monats (II): Diamant Rennrad

Wie angekündigt, stelle ich jetzt mal ein Fahrrad des Monats vor.
Es handelt sich bisher allerdings um ein Projekt im Aufbau, aber dazu kann man ja auch einiges sagen.
Ich habe vor einigen Wochen den unten abgebildeten Diamant-Rahmen bei ebay erworben. Ich fand dieses Dekor schon immer sehr schön und mit dieser Patina und dem Krakelee besonders.
Und obwohl ich sonst kein Ostalgie-Verfechter bin, dachte ich, in diesen Zeiten muss man sich Beschäftigung schaffen und ich habe angefangen, die passenden Teile zusammen zu kaufen.

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Das Dekor gab es zwar Anfang der 60er Jahre auch schon, aber laut Rahmennummer stammt dieser Rahmen aus dem Jahr 1977 und damit aus der Zeit, wo Diamant bei MIFA in Sangershausen produziert wurde.

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Was noch fehlt sind Vorbau und Schraubkranz. Den passenden Lenker habe ich zwar, aber der hat den seltsamen Klemmdurchmesser von 27,3mm.
Einen passenden Umwerfer von Rasant habe ich gestern erworben (die Dinger sind relativ selten).

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Unbenutzte - also NOS - Bremsengarnitur von Rasant.

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Keiltretlager und Naben von Renak. Hier musste ich die Länge der Hinterradachse dem seltsamen Einbaumaß von 110mm anpassen. Die Naben sind aber für DDR-Verhältnisse ganz gut - mit fortschrittlicher Labyrinth-Dichtung.

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Besonders cool ist das Schaltwerk mit Namen “Tectoron” vom VEB Polygraph Druckmaschinenwerk in Leipzig und 95,- Mark Ost war damals wohl auch nicht ganz billig. Das Ensemble habe ich NIB, also New in Box erworben. Die Schachtel ist wirklich in 70ern verschlossen worden und was soll ich sagen: inklusive dem ihr innewohnenden DDR-Aroma - ich glaube in der Kopfnote war ein leichter Anflug von Braunkohle-Feuerung wahrnehmbar.

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Ich werde jetzt die fehlenden Teile besorgen und dann das gute Stück aufbauen.

Denn wie schon Aristoteles wusste: “Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile” - und das gilt auch für ein DDR-Fahrrad.

Fortsetzung folgt…

Fahrrad des Monats (I): Für Opa

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Um ein bißchen Schwung auf unsere Website zu bringen, starten wir heute ein neues Projekt, das Fahrrad des Monats. Mindestanforderung ist ein gutes Foto. Dazu am besten noch ein kleiner Text. Viel Spaß.

Den Beginn macht ein Fahrrad, das die vierjährige Milena für ihren Opa gefertigt hat. Es zeigt schon früh ein erstaunliches Verständnis für Form, Funktion und Farbe. Weiter so!

Der ABC auf der Berliner Fahrradschau

Am letzten Wochenende fand wieder die Berliner Fahrradschau in den alten Lokschuppen am Gleisdreieck statt. Torben, einer der Veranstalter war bei einem Besuch unserer Bicycle-Days auf uns aufmerksam geworden und hatte uns eingeladen als nichtkommerzieller Aussteller das Thema Fahrrad interessanter und bunter zu machen. 

Und so reisten wir mit einer Delegation an und hatten eine üppige Ausstellungsfläche in einem etwas ruhigeren Teil der Hallen zur Verfügung.

Wir hatten natürlich unsere Standarte mit. Außerdem hatten wir das Vorstandsfoto von 1890 und unserer Vereinslogo groß drucken lassen, was durchaus einiges hermachte. Einige vorzeigbare Fahrräder, Bilder, historische Exponate und ein Büchertisch rundeten das Bild ab.

Es kam zu vielen Interessanten Gesprächen, besonders über unser Bahnrad der Marke Textima, mit dem DDR-Olympioniken seinerzeit im Rund gefahren sind. Das hatten wir extra mitgenommen um mehr über die Geschichte zu erfahren und wir wurden nicht enttäuscht, denn da gab es Informationen von echten Koryphäen.

Und nun einige Eindrücke von der Fahrradschau:

Viele interessante Innovationen und echt schöne Räder

Leider auch erstaunlich hässliches…


Lastenräder

Upcycling

coole Klamotten

Bike-Polo

Trial

Das Hotelzimmer diente nachts als Depot für die mitgebrachten Schätze - nach dem Motto: Raum ist in der kleinsten Hütte

Cross-Rennen auf dem Aussengelände

Hier noch einige Bilder

ach ja, Mad Max war auch da, also wenn das Benzin endgültig verbraucht ist…

Zwischendurch waren wir etwas platt.

Mit Flohmarkt und echt gutem Wetter ging auch der Sonntag dahin und ich war etwas wehmütig, als sowohl Sonnabend und Sonntag sich zwei Gruppen auf eine Trainingstour machten, aber man kann nicht alles haben.

So haben wir abends alles wieder in die Autos geladen und sind glücklich und unfallfrei wieder in Hamburg gelandet.

Pendlerpedalmaschine

Die richtige Anzahl an Fahrrädern, die man besitzen sollte, ist  N + 1 , wobei N die Anzahl der aktuell im Bestand befindlichen Fahrräder ist. So sagt es zu mindestens die Regel Nr. 12 der Velominati-Bibel des Radsports.

Single Speed, 44/19 Zähne, 1 1/8“ Kette, 32mm Continental Touring Plus Reifen

Ich bin nun bestimmt nicht der Typ, der dogmatisch irgendwelche Regeln befolgt. Aber es ist nahezu unausweichlich, von freundlichen Rad-Kollegen mit genau dieser Regel konfrontiert zu werden.

Daher habe ich natürlich (wohlüberlegte) Antworten parat. Und natürlich handelt es sich bei dem Neuzugang um kein (beliebiges) N+1 Rad. Also bitte! Beliebig schon mal gar nicht!

Mit ingenieurmäßigem Ernst und pastoraler Glaubhaftigkeit erläutere ich, dass genau dieses Rad eine universelle Nische (eigentlich ein Gegensatz)  besetzt, wie es keines der N Räder vermag.

Surly Single Speed Kettenspanner

Wie diese Nische aussieht? Nun, das Rad soll die folgenden Einsatzbereiche und Eigenschaften abdecken:

Zur Arbeit pendeln, Einkaufsfahrten, Wintertraining, Freizeittouren mit Freunden (ohne Rennräder) durch Wald und Flur, einfach mal so ums Eck fahren, Picknicktouren, Fahrten zum Strand… Und das Ganze bitte möglichst wartungsarm. Denn ich mag es nicht, Sand aus Uhrmacherketten, 11-fach Kassetten und Schaltwerken heraus zu pulen.

Spätestens jetzt dürfte die Universalität der Nische klar werden.

Ob denn dafür so ein edles Gerät erforderlich sei? – Tönt es als letzter Versuch, Zweifel anzubringen. Aber sicher doch! - Gerade für diese Einsätze soll das Rad robust, zuverlässig und genügsam sein. – Und das ist es. Darüber hinaus kann man es auch mal flotter laufen lassen. Bei einer 100er Trittfrequenz sind es 29,6 km/h. Aufgrund der ausgewogenen Rahmengeometrie geht das auch gut mit vollem Einkaufskorb…smile.

Einkaufskorb

Man kann natürlich auch Fische in den Korb laden

Zuverlässigkeit bedeutet für mich vor allem Verschleißfestigkeit. Zum Markt sind es rund 20 km und zur Arbeitsstätte 53 km. - Pro Weg.  Bei einer winterlichen Fahrt zum Weihnachts- und Wochenmarkt erregte das Rad nicht wenig Aufsehen. Ein stylisches Rennrad mit Bastkorb scheint jedenfalls kommunikativ zu sein. Mich haben Leute auf das, wie sie meinten, coole Rad angesprochen, die ansonsten überhaupt keine Affinität zu Rennrädern haben.

Zum Glück ist Kaffeekultur auch in Norddeutschland angekommen.

Basil Bastkorb auf Nitto-Frontträger

Carradice Super C Audax Satteltasche

Für mich ist es die ideale Pendlerpedalmaschine.

Andreas Thier, Dezember 2017

Vom Bau einer Laufmaschine ...

200 Jahre “Fahrrad” wird allerorten gefeiert, bei uns natürlich auch. Da gerade keine originale Laufmaschine (”Draisine”) günstig im Internet zu erwerben war, hat Nico kurzerhand eine selber gebaut. Aber seht selbst. Zu begutachten und zu fahren demnächst auf den “Bicycle Days”.

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Das Peugeot-Tandem ...

… ist jetzt fahrbereit und läuft wirklich toll. Bert hat es überholt und geschmiert, merci dafür!

Tausend Dank noch einmal an Michael, den Spender!

Liebe ABC-Mitglieder, wer einmal Lust auf eine Tandem-Tour haben sollte, meldet sich einfach (bei Bert).

Sommerurlaub, eigentlich ohne Fahrrad

Urlaub ohne ein Gewässer in der Nähe geht für meine Frau Christine und mich nicht. Für den vergangenen Sommerurlaub gab es die Idee, mit einem Containerschiff die Weltmeere zu bereisen. Dies ist organisatorisch nicht ganz einfach, da der genaue Abfahrtstag erst kurzfristig feststeht. Christine gab bei der Planung jedoch nicht so schnell auf. Als Ergebnis ihrer Bemühungen, packten wir an einem Freitag im Juni unsere Seesäcke und fuhren mit dem Auto nach Duisburg-Ruhrort. Dort bestiegen wir das Binnenschiff „Theodela“. Kaum an Bord, ging es auch schon los. Mit vielen Containern an Deck. Außer uns waren der belgische Eigner, seine etwas jüngere Freundin, der 2. Kapitän sowie ein tschechischer Matrose mit an Bord. Vorbei an Stahlwerken, einem Freizeitpark an einem nie in Betrieb gegangenen Kernkraftwerk und jede Menge Natur, ging es Richtung Rotterdam. Zwischenstopp war Nijmegen (dt. Nimwegen). Zwei Container löschen, einen Container laden. Dann ging es auch schon weiter.

Wie fast jeden Abend, wurden wir irgendwann in die Eignerkabine geladen. Zum „Kapitänsdinner“. Statt zünftiger Uniform, war unser Kapitän meistens nur mit Shorts, und wenn wir Glück hatten mit T-Shirt, bekleidet. Diese Bekleidungsordnung hatten wir auch erwartet. Bis zum Einbruch der Dunkelheit, saßen wir dann noch ein bischen im Fahrstand und schauten übers Land. Da der Rhein Hochwasser führte, konnten wir besonders weit sehen. Als der 2. Kapitän den Fernseher zur Ablenkung, und damit er nachts nicht einschläft, einschaltete, gingen wir in unsere Kabine. Obwohl  sich diese direkt über Maschine befand, konnten immer gut schlafen. Wach wurden wir nur in dem Augenblick, wenn sich die Drehzahl änderte. Dies war um ca. 03:30 Uhr am Samstag der Fall. Das Schiff lief im Hafen von Rotterdam ein. Wir drehten uns aber um und schliefen noch weiter bis zum Frühstück.

Nach dem Frühstück rief uns der Eigner ein Wassertaxi, welches uns recht schnell ins Zentrum brachte. Wir hatten dann ein paar Stunden Zeit, uns die Gegend um den alten Hafen anzusehen. Vor allem die Architektur fanden wir cool, wie z. B. die Häuser, deren Räume auf der Spitze stehen.

Nach rund 6 Stunden rief der Kapitän an um uns mitzuteilen, dass er uns in der Stadt mit dem Schiff abholen würde. Eine halbe Stunde später tauchte er mit seinem 110 m langen Schiff auf, legte kurz an und sammelte uns wieder ein.

Dann ging es wieder über Nijmegen nach Duisburg. Dort kamen wir gegen frühen Sonntagabend an. Mittlerweile hatten sich schon ein paar geschriebene Postkarten angesammelt, die wir einstecken wollten. Auf der Suche nach einem Briefkasten, gerieten wir noch in die letzten Ausläufer des 300. Hafengeburtstags. Die Polizei hatte gerade eine Gruppe reisender Taschendiebe eingekreist, die Aussteller bauten angesichts eines aufziehenden Unwetters ihre Buden ab, der Wind frischte auf. Aber ein frisch gezapftes Bier nach dem deutschen Reinheitsgebot gab es trotzdem noch (an Bord stand belgisches Kirschbier im Kühlschrank). Auf dem Rückweg entdeckte ich ein 50er-Jahre-NSU-Damenfahrrad mit auffälligen Packtaschen, welches wir noch mal wiedersehen sollten.

Irgendwann ging es wieder los. Nijmegen – Rotterdam – Nimjegen – Duisburg. Auf der Rückfahrt von Rotterdam mussten wir nie fragen, woraus unsere Fracht besteht. Wir rochen es: Einige Container waren mit Hausmüll aus England gefüllt. Der wird dann irgendwo im Ruhrpott verbrannt. Zurück in Duisburg (Mittwoch), mussten wir uns auf die Suche nach neuen Postkarten machen. Den Briefkasten mussten wir nicht suchen, den kannten wir ja bereits von Sonntag. Im „Zentrum“ von Ruhrort sahen wir eine Trinkhalle.

Wir näherten uns, da außen ein kleines Sortiment von Postkarten hing.

“Sucht ihr etwas?“ Die beiden Betreiberinnen der Trinkhalle (Britta und Silke), lässig an einen Tisch gelehnt, erkannten unsere Situation. 10 Postkarten und 2 Tassen Kaffee später, standen wir dann in ihrem Laden für Sonnenschutz, Kleinmöbel und Fahrradpacktaschen. Natürlich stand auch das NSU-Dienstfahrrad im Laden. Schnell kamen wir auf das Thema „Fahrrad“ zu sprechen. In einem Nebensatz fragte mich Britta, ob ich wohl Interesse an einem Rennrad hätte. Meine angespannte Platzsituation zu Hause bedenkend, murmelte ich so etwas wie „vielleicht“. Ich ging aber nicht näher darauf ein. Sehr zu meiner Verwunderung, brachte Christine das Gespräch noch mal auf das Rennrad. Da sich Britta auch nicht ganz sicher war, ob sie das Rad abgeben wollte, schoben wir die Entscheidung bis Freitag auf.

Wir gingen also wieder an Bord, fuhren über Nijmegen nach Rotterdam. Um 02:30 Uhr ließen wir uns vom 2. Kapitän wecken, um mal nachts die Einfahrt nach Rotterdam zu erleben. Und der Kapitän war über den Besuch auf der Brücke auch ganz froh. Er konnte nämlich nicht das Fernsehprogramm verfolgen. Der Eigner wollte in den Urlaub fliegen und drängte darauf, die Strecke möglichst schnell zurückzulegen. Und bei der Strömung des Rheins und dem Gegenverkehr, musste sich der 2. Kapitän ausnahmsweise mal auf das Steuern des Schiffes konzentrieren. Wie wir mehrfach beobachten konnten, werden auch „alte Hasen“ in manchen Situationen (z.B. An- und ablegen bei unkalkulierbaren Strömungsverhältnissen in Verbindung mit ebenfalls an- und ablegenden Schiffen in der Nähe etc.) nervös. Gegen Mittag brachen wir wieder auf. Duisburg, natürlich auch wieder mit Zwischenhalt in Nijmegen, erreichten wir in den frühen Freitagmorgenstunden. Da der Eigner mit seiner Freundin (sie bekochte uns in der letzten Woche) bereits auf dem Weg nach Budapest waren, frühstückten wir auf der Sommerterrasse der örtlichen ARAL-Tankstelle. Mit Blick auf den alten Hafen. Im Anschluss ging es wieder zur Trinkhalle von Silke und Britta. Bei einer Tasse Kaffee wurde noch mal das Thema Fahrrad angesprochen. Eine Besichtigung in einer Hinterhofgarage folgte. Dort stand ein 90er-Jahre Peugeot-Fahrrad in meiner Größe. Die Probefahrt verlief erfolgreich. Aber es gab einen Haken: Wenn ich dieses Rad haben wollte, musste ich ein baugleiches Rad auch noch mitnehmen! Da war es wieder, das Platzproblem. Es fing aber schon bei unserem Auto an. Während ich das Rad Probe fuhr, deckte sich Christine auf dem Markt mit mehreren größeren Pflanzen ein. So standen wir, ich konnte letztlich nicht „nein“ sagen, vor unserem Kleinwagen und überlegten, wie wir alles verstauen konnten. Klappte dann irgendwie. Und ein Platz in der Wohnung, zumindest für ein Rad, fand sich auch noch.

Carsten K.

Fotos Kaisergalerie

Anlässlich der Fahrrad-Ausstellung in der Kaisergalerie wurden drei der dort gezeigten Räder ein wenig in Szene gesetzt. Es handelt sich um ein Diamant-Sportrad “68″ (1940), ein Rabeneick-Damenrad (1951) und ein Bonanza-Rad (Anfang 70er).

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Velo Classico 2016

Am 17./18. September fand die Velo Classico in Ludwigslust statt. Nico machte mit Bert und Andreas den ABC-Stand. Aber seht selbst …














Altonaer Bicycle Days 2016 - Bericht


Am 28./29. Mai fanden zum zweiten Mal unsere “Altonaer Bicycle Days” im HausDrei und im angrenzenden August-Lütgens-Park in Altona statt. 

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Der Ausstellungsbereich war üppig bemessen - im Park standen Rennräder, Randonneure, Low Rider, etc. Etliche Besucher/innen kamen mit ihren Rädern vorbei und vergrößerten so die Ausstellung.

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Am Samstag fand vor dem HausDrei der Fahrrad-Flohmarkt statt, der wie immer gut besucht war.

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In unserer “Schatzkammer” im 1.Stock präsentierten wir Exponate zum Thema “Fahrrad und Arbeit” mit drei Posträdern, einem Schornsteinfegerrad, Lastenrad, Milchkannenfahrrad, Fixie Kurierrad…

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Den zweiten Schwerpunkt der Ausstellung stellte “Frankreich” und damit eines der klassischen Fahrradländer dar. Es waren französische Räder aus mehreren Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts zu sehen.

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Und dann geschah etwas, das uns erstmal sprachlos machte: gegen 14 Uhr erschien das Ehepaar Zingler mit einer unscheinbaren Plastiktüte, in der sich das verschollen geglaubte Banner des Altonaer Bicycle-Clubs befand, wie man sie auf dem Bild des Vorstands oben auf unserer Startseite sehen kann.

Es handelt sich um genau dieses Banner, also das Original von 1889 mit Bambusstab, den man in vier Teile zerlegen kann, gravierten Plaketten von Ereignissen aus dem Vereinsleben, zwei kleinen Bronzeadlern und allem historistischem Zierrat, der damals en vogue war … Ein wahrhaftiges Stück Fahrradgeschichte, das sich nun in unserer Sammlung befindet (noch einmal tausend Dank dafür an das Ehepaar Zingler!). 

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Ganz zufällig war das Fernsehen gerade da.

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Dieses spektakuläre Highlight ließ sich natürlich nicht mehr toppen - jedenfalls nicht vom Sonntag, der leider etwas verregnet und deshalb nicht so gut besucht wie der Vortag war. Der guten Stimmung tat dies aber keinen Abbruch.



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Erstmals erblickte auch das ABC-Tandem aus dem Hause Peugeot das Licht der Öffentlichkeit. (Vielen Dank noch einmal an Michael für diese tolle Spende!).

Uns haben die “Altonaer Bicycle Days” wieder große Freude bereitet - den Besucherinnen und Besuchern hoffentlich ebenso. Im kommenden Jahr findet die nächste Ausgabe übrigens am 20./21. Mai statt … wir hoffen wir sehen uns dann bei angenehm frühlingshaftem Wetter im und am HausDrei.

Altonaer Bicycle Days 2015 - Bericht

Eines Tages im Jahr 2014 sprach Basti von einer Fahrradausstellung im Park irgendwo in den Vereinigten Staaten. Das klang gut und sah sehr gut aus. Vielleicht könnten wir ja auch … So sprachen wir das HausDrei in Altona an und fragten nach, ob wir in Kooperation mit Ihnen so eine Ausstellung durchführen könnten. Wir durften und legten den Termin in die Mitte Mai, der Fahrrad-Flohmarkt sollte an beiden Tagen zeitgleich stattfinden.

Riesiges Glück hatten wir mit dem Wetter am 23. und 24. Mai, denn der Regen hörte gerade noch rechtzeitig auf. So konnten in Ruhe die Räder im Park besichtigt werden.

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Für ein wenig Spaß sorgte auch die Rikscha.


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Unsere “Schatzkammer” befand sich im Saal im HausDrei. Hier zeigten wir historische Fahrräder, Fahnen und andere Exponate, die wie die von Richard Schulz und Guschi Köping häufig einen Hamburg-Bezug hatten.

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Am Sonntag konnte zudem eine Radball-Demonstration und eine Vorführung auf dem Kunstrad bestaunt werden, was beides sehr gut ankam.

Kurzum: es war eine große Freude, die kleine Ausstellung für die interessierte Öffentlichkeit zusammengestellt zu haben, ganz ohne Eintritt versteht sich. 

Ein ganz großes Dankeschön an das HausDrei und vor allem Anja! Vielen Dank auch an die vielen Besucherinnen und Besucher und natürlich auch an die Helfer/innen vom ABC. Recht schnell beschlossen wir, die “Altonaer Bicycle Days” jedes Jahr durchzuführen. 

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Fotos: Peter Rüssmann

Die Presse berichtete auch: Velophil (ZEIT Online) / Hamburger Abendblatt  

Maifest Kaltehofe (Fotos)

Vergangenen Sonntag (1. Mai) waren wir auf dem Maifest der Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe. Danke an Antonia für die Einladung. Hier seht Ihr ein paar Fotos …






Berliner Fahrradschau 2016

Eingebettet in die Berlin Bicycle Week, fand vom 18.03. - 20.03.2016 die Berliner Fahrradschau in den Hallen der STATION-Berlin (ehemalige Posthallen) statt. Und dies war ein guter Grund, mal wieder in die Hauptstadt zu fahren.

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Um zu verdeutlichen, was die Berliner Fahrradschau ist, möchte ich das Programmheft zitieren:

Das Herzstück der Berlin Bicycle Week

Mit ihrem zeitgemäßen Kurator-Konzept, nonchalanter Festival-Atmosphäre, trendigen Bikes vom Start-Up-Brand bis zum Global Player, stilvoller Fahrradmode, Accessoires und Kult-Events ist die BFS der unabhängige und authentische Hotspot der Fahrradkultur.

Mit anderen Worten: Ich war eigentlich nicht Bestandteil der Zielgruppe dieser Messe, was ich jedoch schon vom letzten Besuch 2015 wusste. Und das Besucherpaar vor mir an der Kasse diskutierte ja auch über einen Sonderpreis für Senioren, der aber auf Grund des (vermutlich) geringen Zulauf dieser Altersklasse nicht im Kassensystem vorgesehen war.

Die Hallen unterteilten sich grob in folgende Bereiche:

In dem zentralen Bereich waren Fahrradhersteller, Rahmenbauer und Zubehör untergebracht. Komischerweise wurde hier ein Ferrari für EUR 250.000,00 angeboten. Auf einer Fahrradmesse! Hier stellte auch ein schwedischer Hersteller seine Hochrad-Nachbauten aus, die Samstag auch auf dem Tempelhofer Feld zu einem Hochradrennen antraten.

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Außerdem konnte man hier Fahrräder mit Holzrahmen (gab es von verschiedenen Anbietern) entdecken.

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Im Nachbarbereich lag der Schwerpunkt auf E-Mobility, Lastenräder und Reisen. Im ersten Stock war Kinderbespaßung mit Laufradrennen, Trial und Ruhezonen für die Eltern. Da es hier nicht so quirlig war, legte ich dort mal eine Kaffeepause ein.

Ein weiterer Bereich deckte Urban Lifestyle und Velo Couture ab. Hier gab es trendige Klamotten, den Gin-Ausschank und alte Stahlrennräder. Außerdem stieß ich auf den Stand des belgischen Fahrradherstellers, der mein Lastenfahrrad geliefert hat. In Berlin stellte er eine E-Bike-Studie vor, die meinem Fahrradhändler (er ist die Hamburger Vertretung dieser Marke) nicht gefallen wird. Dieser hat irgendwie eine generelle Abneigung gegen E-Bikes. Er versucht schon seit Monaten, mir dieses Fahrrad ohne Motor, dafür aber mit 2-Gang-Automatik zu verkaufen….

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Mein Lieblingsbereich war jedoch die EVENT AREA. Und speziell das Bike Polo fand ich sehr spannend. Die Spiele waren auch der Grund dafür, dass ich länger auf der Messe blieb als gedacht.

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Wenn die Bike-Polo-Teams pausierten, nutzen BMX- und Kunstrad-Fahrer den Platz.

Nebenan waren verschiedene Bereiche für Trial-Fahrer aufgebaut. Ich hätte nicht gedacht, dass man  bergziegenartig mit dem Rad „Felsformationen“ hochklettern könnte.

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Nach ca. 6 Stunden machte ich mich mit meinem Klapprad wieder auf den Weg in Richtung Unterkunft. Mehr zufällig entdeckte ich dabei einen neu angelegten Fahrradweg, der mich schneller als gedacht ans Ziel brachte.


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Hamburg, den 27.3.2016 / Carsten

Bling-Bling oder Perlen im Netz

Ich durchforstete mal wieder unseren Lieblings-online-Marktplatz nach brauchbaren Fahrradteilen und stieß auf ein schlecht gemachtes Angebot mit drei nichts sagenden Fotos eines ziemlich runtergerockten Rennrads.

Der Rahmen war teillackiert und die Fotos ließen etwas goldenes erahnen. Es gab keine brauchbaren Angaben, aber eine Handy-Nummer. Der Anruf war mehr als enttäuschend, da der Anbieter Hardcore-Schwäbisch sprach, keine Ahnung hatte und auch sonst nicht gewillt war, sein Idiom zu zügeln - also blieb mir nichts weiter übrig, als das Ende der Auktion abzuwarten und siehe da, ich bekam den Zuschlag.

Das Rad traf ein und sah genauso schlimm aus wie auf den Bildern. Ich habe leider keins vom Komplettrad, aber die Einzelteile sprechen für sich.

Wie man schon sehen kann: der Rahmen ist komplett untervegoldet, also verchromt und mit einer dünnen Goldauflage versehen. Der Hersteller des Rahmens war mir ein Rätsel. Als ich aber mit einem schmutzigen Lappen über das Sitzrohr wischte, wurde ein Schriftzug erkennbar, wo mal ein Name aufgeklebt war.

Schwer zu fotografieren, aber da stand “AL HENRY”. Recherche im Netz ergab, dass AL HENRY ein Fahrradladen auf der Schwäbischen Alb war, der in den 90er Jahren Rahmen aus Italien bezog und mit eigenem Logo verkaufte und dieser hier ist von Cratoni aus Columbus SLX Rohren.

Den Rahmen zu entlacken, erforderte natürlich eine schonende Lösemittelmethode und ich möchte hier keine Schleichwerbung machen, aber “Lack ab” von Molto ist das Mittel der Wahl. Eine grau-weiße Pampe, die besser wirkt, wenn man die Einwirkzeit mit Alufolie verlängert. Das Ergebnis ist sensationell: wenn man die Alufolie über Nacht drauflässt und dann entfernt bleibt die Lackschicht vollständig daran haften.

Was zum Vorschein kam war allerdings schon schön.

Und das Endergebnis im Sonnenlicht erst.

Der Rahmen von Cratoni mit innen verlegten Zügen, interessanter Ansatz der Hinterbaustreben, extrem kurzer Radstand mit eingedelltem Sitzrohr, Aero-Gabelkopf mit Columbus-Gravur - mit einem Wort: ein Traum.

Nachdem die Teile gereinigt und ergänzt waren…

… hier das Ergebnis:

Ach ja, gold-eloxierte Pelissier-Hochflanschnaben und eine vergoldeten Flaschenhalter hat es auch.

Die Summe der Teile I

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Wir haben uns heute einmal um unser “1908er”, das Herrenrad noch unbekannter Marke vermutlich um 1910, gekümmert und auseinander gebaut. Jetzt muss nur noch das Tretlager gereinigt und gefettet, passende Pedale gefunden werden … und dann wird aus der Summe der Teile wieder ein Fahrrad, das durch Hamburg fahren kann. 

Hamburg, den 10.12.2015 / Lars A.


Diamant Modell 68 "Das leichte Sport-Rad"

Vor 2 Jahren erreichte mich die Nachricht, dass in Volksdorf ein Fahrradhändler sein Geschäft aufgibt und alle Restbestände verkauft werden sollen. Im Keller des Ladens stand ein mit Ofenbronze lackiertes Rad (inkl. lackierter Reifen), welches seine besten Tage lange hinter sich hatte. Es diente die letzten Jahre als sog. “Gutschein-Fahrrad” und wurde Kunden symbolisch z.B. unter den Weihnachtsbaum gestellt, wenn sich die Lieferung des neu bestellten Fahrrads verzögerte. Nachdem ich Herrn Prager versprochen hatte, mich gut um das Rad zu kümmern, durfte ich es mitnehmen. So fing die Geschichte an….

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unter der dicken Bronzeschicht kommen Reste des wunderschönen hellblau/grauen Original-Lacks zum Vorschein…

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Die Diamantwerke hatten ihre Rahmen doch tatsächlich vor dem Lackieren grundiert, was in den 40er Jahren nicht häufig der Fall war. Bei vielen anderen Herstellern wurde der Lack direkt auf den blanken Stahl lackiert, was natürlich nicht besonders haltbar war.

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Am Unterrohr erscheinen Reste vom alten Schriftzug…..  Leider ist der Lack zu schlecht vom Zustand um ihn zu erhalten. Schade, also heißt es vorsichtig den Lack per Hand abzuschleifen, und dann mit einer neuen Lackierung zu starten.

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Der Stahl ist in erstaunlich gutem Zustand. Dank der wiederentdeckten Rahmennummer weiß ich jetzt, dass das Rad 1940 die Diamant-Werke in Siegmar-Schönau (Sachsen) verlassen hatte.

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Frisch grundiert…

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Die Gabel ist vom Verchromen zurück.

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Jetzt sieht der Gabelkopf wieder aus wie neu :-)) Vor dem Lackieren wird der untere Teil der Gabel leicht angeschliffen.

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Mein Lackierermeister Herr Jensen aus Steilshoop hat den originalen Farbton genau getroffen. “Vielen Dank Herr Jensen!”

Dann wird der Strahlenkopf abgeklebt, und es folgt die Lackierung in hell/Elfenbein.

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Hier hat Niko Boer mit seiner Airbrush-Pistole ganze Arbeit geleistet. Danke Niko, für deine Geduld mit mir ;-)).

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Langsam nimmt alles wieder Form an, die neuen Schriftzüge gibt es zum Glück als Reproduktion…

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Gestern kam endlich das lang ersehnte Paket aus Ghisallo in Italien. Ich wollte immer schon ein Rad mit Holzfelgen fahren, jetzt endlich geht es los.

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Danke Ulrich, dass du wieder mal die “Feinzentrierung” übernommen hast, nächstes Mal mache ich das selbst, versprochen ;-)).

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Jetzt kann die Technik überholt werden.

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Das Tretlager “bekommt sein Fett weg”

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Einsetzen des Tretlagers mit Helmöler, auch hier immer schön viel fetten. Der Rest kommt in die Haare :-))

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Eine neue Kette gibt es natürlich auch. Hier kommt eine Helmburg-Kette (new old stock) zum Einsatz.

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So langsam wird ein Fahrrad draus.

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Der Vorderrad-Stempelbremse (im Volksmund auch verächtlich Kackeschieber genannt) fehlte die Schraube mit Bowdenzug-Führung. Also fix eine passende Schraube dafür angepasst.

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Den passenden Lenker hab ich bei Uwe Just “ausgegraben”. Das Fahrrad, von dem er stammte, muß über 70 Jahre alt gewesen sein. Woher ich das weiß? Ganz einfach: Das ließ sich an den einzelnen Lagen des Lenkerbands ablesen, für jedes Jahr eine Lage Lenkerband……                                                                                                 Und jetzt, einfach ein paar Stimmungsbilder .

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 "Art Deco" Steuerkopfschild

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 Gefiederter Strahlenkopf mit Holzfelgen

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Dank auch noch mal an Frank für die Erstellung der Decals am PC.

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Renn-Torpedo mit Flügelmuttern

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 Übersetzung 48/16

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Et voila. Bei Zeiten mache ich noch ein Bild vor weißem Hintergrund. Kurz nochmal die Daten: Hersteller: Diamant, Modell 68, “das leichte Sportrad”, Baujahr 1940, gemuffter Rahmen aus Nahtlos gezogenem Chrom/Nickel-Stahlrohr, Felgen aus Buchenholz Ghisallo/Italien, Bereifung Draht 700x28C, Sattel Brooks B 17 selected mit handgehämmerten Kupfernieten, Renntorpedo mit Rücktrittbremse von 1940, Helmburg-Kette, Rennradlenker mit weißem Baumwoll-Lenkerband und Kork-Endstopfen, Vorbau aus Stahl verchromt, Übersetzung 48/16. Fachleute wissen, dass dieses Rad ursprünglich mit 26" Bereifung das Werk verlassen hat. Viele Fahrer hatten es sich jedoch schon seinerzeit auf 28" Bereifung umgerüstet, und ich finde es durchaus “zeitgemäß” es heute wieder so zu fahren. Vielen Dank an dieser Stelle an alle Beteiligten und besonders an meine Frau für ihre endlose Geduld….!                                                                                                                                                                                                                                          Hamburg, den 29.11.2015 / Nico

Peugeot Tourenrad von 1928

Dieses gut erhaltene Herrenrad von Peugeot stammt laut Rahmennummer wohl ca. aus dem Jahr 1928.

Neben dem emaillierten Firmenschild am Steuerrohr mit dem Peugeot-Löwen findet sich dieser auch im Kettenblatt wieder.

Das Rad ist mit voll funktionsfähigen Gestängebremsen ausgestattet, die von innen in die Felge greifen. Um ein Laufrad auszubauen, müssen daher die Bremsschenkel aus ihrer Führung an den Gabelscheiden bzw. Hinterbaustreben ausgehakt werden - eine simple Lösung, die kein Werkzeug braucht. Das Rad hat daher einen Freilauf ohne Rücktrittbremse.

Ob die Lichtanlage aus dem Herstellungsjahr stammt oder nachgerüstet wurde, lässt sich schwer sagen. Vom Art-Deco-Design der Lampe her stammt sie jedenfalls aus der Zeit. Sie ist funktionsfähig: der Dynamo liefert Strom und im Frontscheinwerfer ist ein Batteriefach, so dass man mittels Schalter Abblend- und Standlicht anwählen kann. Das Rücklicht  leuchtet mit facettiertem echten Glas.

Die Alltagstauglichkeit wird durch einen gefederten Ledersattel, zeitgemäße Schutzbleche mit Spritzschutz, Luftpumpe und Werkzeugtasche komplettiert.

Zu der merkwürdigen Farbe ist zu sagen, dass das Rad mehr oder weniger vollständig durch einen Vorbesitzer entlackt und zum Schutz gegen Rost mit einem matten Klarlack versiegelt wurde. Die Farbe des Originallacks ist an einigen Stellen noch zu sehen und ist am besten mit “celeste” beschrieben, dieses Mintgrün wie man es von Bianchi-Rennrädern kennt. Komplett in dieser Farbe muss es fabrikneu ein echter Hingucker gewesen sein.

Aber auch heute noch macht es Spaß damit zu fahren und es erregt Aufmerksamkeit - besonders auf Veranstaltungen wie den Cyclassics.

Hamburg, 29.09.2015

Dreirad

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Neu in unserer Sammlung ist dieses Dreirad. Gerd schenkte es dem ABC, vielen Dank dafür noch einmal an dieser Stelle! Es ist mittlerweile wieder fahrbereit - dank Anton - und ist in einem Fahrradmuseum im südlichen Schleswig-Holstein deponiert (vielleicht erkennt jemand den Hintergrund …).

Das Rad ist historisch interessant. Es stammt aus DDR-Zeiten und ist ein handwerklich gut gemachter Eigenbau. Das “Thema” des Rades ist: wie ersetze ich mit einem Rad ein Auto und bekomme ein wenig mehr Komfort? Dies resultierte in der entspannten Sitzposition, den Transportmöglichkeiten (für Kind & Kegel), und vermutlich einem Wetterschutz (es gab wohl einen einhängbaren Regenschutz). Auch die Blinkeranlage erinnert an ein Auto. Über den Besitzer ist bislang leider nichts bekannt. Das Rad wurde nach der Wende für einen symbolischen Betrag auf einer bekannten Auktionsbörse im Internet ersteigert. Vielleicht weiß ja zufällig jemand etwas über das markante Gefährt?

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Es macht auf jeden Fall eine Menge Spaß auf dem Rad zu fahren. Wir werden es bei Gelegenheit einmal “ausführen” und für Probefahrten zur Verfügung stellen - beispielsweise im Mai 2016 in Altona auf den nächsten Bicycle Days.

Hamburg, den 6. September 2015 / Lars A.

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