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Hamburger Fahrrad-Werbung 1895

Vielleicht geht es nicht nur mir so: Beim Durchblättern von alten Zeitungen und Zeitschriften bleibe ich fast schon zwanghaft an den Werbeanzeigen kleben. Diese sind mit ihrer veralteten Wort- und Motivwahl häufig sehr aussagekräftig für die jeweilige Zeit. Gestern blätterte ich nichts ahnend und nicht allzu viel hoffend durch den offiziellen Führer der Ausstellung “Italien in Hamburg” aus dem Jahr 1895 … als eine Fahrrad-Werbung nach der anderen vor mir auftauchte.

Bis heute recht bekannt sind die “Hammonia-Fahrräder”, die vor allem prahlten, die “Leichteste Tourenmaschine der Welt” zu produzieren.

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Emil de Lemos & Co. bot in seinem “Fahrrad-Lager” mehrere Marken wie Atlas und Anker an.

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Schön ist auch die Schwalbe-Werbung mit dem “non-slipping Schwalbe”. Der Name “Schwalbe” ist für jene Zeit recht bezeichnend, denn das Radfahren erinnerte an den alten Menschheitstraum des Fliegens … und Schwalben fliegen hin und wieder ja auch recht bodennah.

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Die namhaften Adler-Räder verkaufte Heinrich Kleyer im Graskeller.

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Glücklicherweise stieß ich auch auf eine Anzeige von Richard Schulz, dem erfolgreichen Kunstradfahrer aus Altona, über den der ABC im letzten Jahr auf den Bicycle Days informierte. Schulz lockte mit “Gratis-Unterricht” und verkaufte auch gebrauchte Räder. Radfahrschulen wie die von Schulz waren seinerzeit durchaus verbreitet, so neu und fremd war das Radfahren für viele immer noch.

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Über eine “Eigene Radfahrschule” verfügte auch M. Schlumprecht, der zudem “Versand nach allen Ländern der Erde” anbot.

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Der Boom des luftbereiften Fahrrads in den 1890er Jahren ist in den Anzeigen greifbar und die vielen Fahrrad-Händler mit ihrer gegenseitigen Konkurrenz trugen maßgeblich dazu bei, dass bei sinkenden Preisen immer mehr Menschen den Traum vom eigenen Fahrrad realisieren konnten. Ganz neben bei entwickelte sich Hamburg in den Jahren nach1900 zur Fahrradstadt, zu der es dem Willen der Politik nach, über hundert Jahre später, in Zukunft  wieder einmal werden soll.

Hamburg, den 30. Juni 2016 / Lars A.

Bücher für jeden Freund des Radsports (1923)

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In der Ausgabe von 1923 des Sport-Albums der Rad-Welt (S. IV) erschien diese Werbeanzeige. Angepriesen wird u.a. Gregers Nissens “Das Wanderfahren auf dem Rade”, ein “unentbehrliches Auskunftsbuch für jung und alt”. “Hier sind alle Erfahrungen niedergelegt, die für den Wanderfahrer von Wert sind.” Das Buch fehlt uns im Übrigen noch, falls jemand einmal darüber stolpern sollte …

Hamburg-Altona, den 24. März 2015 / Lars A.

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